Aufbau Fasten-Kur Checklist

Der Ablauf der Fasten-Kur

Eine Fasten-Kur besteht nicht nur aus dem Verzicht auf Nahrung. Es gehört weitaus mehr dazu. Vor allem vor und nach der Fastenzeit gibt es einiges zu beachten. Wir zeigen Ihnen, wie sich Sich auf Ihre Fasten-Kur einstimmen, und worauf Sie während und nach Ihrer Fastenzeit besonders achten sollten.

Entlastungstage

Bevor es mit dem eigentlichen Fasten beginnt, sollten Sie Ihren Körper vorab in den sogenannten Entlastungstagen auf die Nahrungsumstellung einstimmen. Die Länge der Entlastungstage sollte ein Drittel der Fastenzeit betragen. Bereits zu Beginn sollten Sie auf Genussmittel, schwerverdauliche Lebensmittel und Salz verzichten. Während den Entlastungstagen sollten Sie sich ballaststoffreich und idealerweise von Reis, Kartoffeln, Gemüse und Obst ernähren. Die Kalorien sollten Sie ebenfalls reduzieren, so dass diese am letzten Entlastungstag nur noch 600-800 kcal betragen. Grundsätzlich sollten Sie Ihre Nahrung langsam und gründlich kauen. Sobald Sie ein leichtes Sättigungsgefühl verspüren sollten Sie nicht weiter essen. Lösen Sie sich von allem Stress und versuchen Sie sich schon mal mental auf Ihre Fasten-Kur einzustimmen. Entspannen Sie und machen Sie bei Bedarf bereits ein paar Yoga- oder Atemübungen. Ihren Darm können Sie schon mal leicht anregen, indem Sie Sauerkrautsaft oder Molke zu sich nehmen. Versuchen Sie zudem bereits mindestens zwei Liter Wasser am Tag zu trinken.

Darmreinigung

Um unseren Körper von Schadstoffen und anderen Abfällen zu befreien, arbeiten unsere Organe im permanenten Zusammenspiel. Unser Verdauungsapparat spielt dabei die wichtigste Rolle. Vom Mund bis zum After wird all unsere Nahrung gefiltert. Alle Rückstände, die der Körper nicht braucht, oder ihm sogar schaden, werden über den Atem, Schweiß, das Bindegewebe, Urin und vor allem Kot ausgeschieden. Da selbst unser Körper nicht an alle Rückstände kommt, wir die Fasten-Kur wird offiziell mit der Darmreinigung eingeleitet. Neben der Sanierung signalisiert die Darmreinigung dem Stoffwechsel, dass er nun auf Fastenbetrieb umstellen muss und vermindert zudem das Hungergefühl. Die Darmreinigung erfolgt am ersten Fastentag, noch vor Ihrem Frühstück. Es gibt mehrere Methoden den Darm zu reinigen. Die wohl beliebteste Methode erfolgt mit Glaubersalz. Hierbei wird das Glaubersalz in warmen Wasser aufgelöst und innerhalb 15 Minuten schluckweise getrunken. Nach 1-3 Stunden wirkt das Glaubersalz dann. Der Darm sollte nach der Sanierung mit Glaubersalz erstmal geschont werden. Auch wenn diese Methode sehr effektiv ist, ist Glaubersalz geschmacklich allerdings sehr gewöhnungsbedürftig und sollte auch nicht von Menschen mit empfindlichem Magen-Darm-Trakt eingenommen werden. Alternativ kann der Darm per Einlauf, oder mit Sauerkrautsaft oder Leinsamen entleert werden.

Fasten-Kur

Der Rhytmus der Fastentage sollte stets derselbe sein. Die Schlafenszeiten sollten Sie dabei genauso einhalten wie die Essenszeiten. Trotz Einstimmung durch die Entlastungstage reagiert der Körper in den ersten beiden Fastentagen oftmals mit Kopfschmerzen, Übelkeit oder Unstimmung auf die Umstellung. Seien Sie sich bewusst, dass der Körper auf Hochtouren arbeitet und sich von allen Lasten befreit. Er entsäuert, entgiftet und entschlackt. Lassen Sie sich nicht von Schwächegefühlen oder Emotionen überrumpeln, sondern halten Sie stets Ihr Ziel vor Augen. Sobald Ihr Körper von allen Giftstoffen befreit ist, sollten auch Sie von allen Alltagslasten befreit sein. Wundern Sie sich auch nicht, wenn Sie zu Beginn Ihrer Fasten-Kur anders als gewohnt riechen. Sie werden vermehrt schwitzen und auch einen intensiven Geruch ausströmen. Ihr Körper befreit sich gerade von allen angesammelten Schadstoffen.  Selbst Ihre Zunge kann Schadstoffe ausscheiden, wodurch es zu vermehrtem Belag kommen kann. All dies sind klassische Zeichen eines aktiven Entgiftungsprozesses. Spätestens am dritten Fastentag hat der Stoffwechsel bereits komplett auf innere Ernährung umgestellt. Ab hier werden Sie merken, dass auch das Hungergefühl verschwindet. Spätestens am vierten Fastentag sollten Sie sich fühlen, als ob Sie Bäume ausreißen könnten. Ein Hochgefühl überkommt Sie und auch körperlich werden Sie sich fitter fühlen. Selbst Sport sollte Sie nun nicht mehr überbeanspruchen. Achten Sie aber trotz ausreichend Energie darauf sich nicht zu überlasten, sondern versuchen Sie die Balance zwischen Ruhe und Bewegung zu finden. Dies können Sie am besten mit Yoga erzielen. Yoga fördert den Entschleunigungs- und Reinigungsprozess, hält den Kreislauf in Schwung, und entspannt zudem Körper und Geist. Ihre Fasten-Kur können Sie auch mit kleinen Wanderungen ergänzen. Wandern kurbelt den Stoffwechsel und die Blutzirkulation an und sorgt zusätzlich für ein besseres Wohlbefinden. Bewegung an der frischen Luft versorgt den Organismus zusätzlich mit Sauerstoff und neuer Energie. Das Wichtigste während Ihrer gesamten Fasten-Kur ist allerdings immer ausreichend zu trinken (2-3 Liter am Tag). Dabei sollten Sie ausschließlich zu Wasser und ungesüßten Tees greifen.

Fastenbrechen

Sie haben Ihre Fastenzeit nun überstanden und können wirklich stolz auf sich sein. Ihr Körper dankt Ihnen mit neuer Energie, mehr Leistungsfähigkeit und einem besseren Wohlbefinden. Die neue Kraft, die Sie während des Fastens geschöpft haben, dient Ihnen als Motivation weiterzumachen. So wie Ihr Körper während des Fastens auf Sparmodus umstellen musste, muss er nun wieder auf Normalbetrieb umstellen. Der Magen-Darm-Trakt der Stoffwechsel und der Kreislauf müssen wieder angekurbelt werden. Dies erfordert viel Energie.

Der erste Schritt nach dem Fasten ist das Fastenbrechen. Verwenden Sie dafür einen frischen Apfel. Bereits beim ersten Biss werden Sie merken, wie intensiv Ihre Geschmackssinne reagieren. Zudem wird viel Speichel, der erste Verdauungssaft produziert. Kauen Sie den Apfel so gründlich wie möglich. So signalisieren Sie Ihrem Verdauungssystem die Arbeit wieder aufzunehmen und sind früher gesättigt. Auch in den nächsten 2-3 Tagen sollten Sie noch darauf achten ausreichend zu kauen und sich am besten weiterhin basisch ernähren. Essen Sie nur so viel bis Sie satt sind. Ihr Körper kann große Mengen noch nicht aufnehmen und verarbeiten. Bei Bedarf können Sie auch einen Verdauungsspaziergang machen. Achten Sie weiterhin darauf ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, damit der Verdauungstrakt zusätzlich angeregt wird, und die Schleimhäute mit genügen Flüssigkeit versorgt werden.

Aufbautage

Zellen und Gewebe erneuern sich nach dem Fasten. Die dafür benötigte Energie muss dem Organismus durch Nahrung zugeführt werden. Dies erfolgt in den sogenannten Aufbautagen. Das Fastenbrechen leitet gleichzeitig den ersten Aufbautag ein. Ihr Körper beginnt sich wieder langsam an feste Nahrung zu gewöhnen. Ihre Verdauung und Ihr Stoffwechsel werden langsam wieder zurückgefahren. Ihr Körper stellt langsam wieder von innere auf äußere Ernährung um. Alten Funktionen werden nach und nach aktiviert. Die Aufbautage benötigen ebenso viel Ruhe und Gelassenheit wie die eigentliche Fastenzeit selbst. Am ersten Aufbautag sollten Sie sich wie folgt ernähren: Kohlenhydrate, wenig Eiweiß, kein Fett/Öl. Behalten Sie möglichst lange Ihre Fastenroutine bei - ausreichend Trinken, tägliche Bewegung und Entspannung.

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